Marktentwicklung

Mietsuchende mit Haustier haben im Osten bessere Chancen

Unerwünscht sind Haustiere besonders bei Vermiter:innen In Baden-Württemberg und Bayern, während ostdeutsche Bundesländer deutlich mehr Spielraum für Absprachen bieten. Das zeigt eine Auswertung von ImmoScout24.

Unerwünscht sind Haustiere besonders bei Vermiter:innen In Baden-Württemberg und Bayern, während ostdeutsche Bundesländer deutlich mehr Spielraum für Absprachen bieten. Das zeigt eine Auswertung von ImmoScout24.

  • Bundesweit erlauben 8 Prozent der Mietangebote Haustiere ausdrücklich, 29 Prozent nach Vereinbarung.
  • Im Süden und Südwesten Deutschlands schließen Vermietende Haustiere besonders häufig aus, allen voran in Baden-Württemberg mit 35 Prozent.
  • In Sachsen-Anhalt haben Mietsuchende mit Haustier die besten Chancen.
  • Leipzig ist die haustierfreundlichste Metropole: 47 Prozent der Angebote erlauben Haustiere explizit oder nach Absprache.

Für viele Menschen gehört ein Haustier zum Zuhause dazu. Doch wer mit Hund, Katze oder Co. eine Wohnung sucht, braucht nicht nur passende Lage, Größe und Miete, sondern auch die Zustimmung zur Tierhaltung. Die ImmoScout24-Analyse zeigt, dass Haustiere bundesweit in 8 Prozent aller Mietangebote erlaubt sind. Bei weiteren 29 Prozent ist die Haltung nach Vereinbarung möglich. Zusammengenommen gelten damit 37 Prozent der Angebote als haustierfreundlich. 21 Prozent der Angebote schließen Haustiere ganz aus, in den übrigen fehlt eine Angabe. Für Mietsuchende heißt das: Die Haustierfrage wird häufiger erst auf Nachfrage geklärt.

Vermieter:innen in Baden-Württemberg sagen am häufigsten Nein zu Haustieren

Vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands ist die Wohnungssuche mit Haustier schwierig. In Baden-Württemberg schließen 35 Prozent der Mietangebote Haustiere ausdrücklich aus, mehr als in jedem anderen Bundesland. Auch in Rheinland-Pfalz (32 Prozent), Bayern (31 Prozent) und im Saarland (30 Prozent) ist rund jedes dritte Angebot nicht für Mietsuchende mit Haustieren geeignet. 

Die niedrigsten Ausschlussquoten verzeichnen Sachsen mit 5 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 6 Prozent. Unter dem Strich bietet Sachsen-Anhalt damit die besten Chancen für Mietsuchende mit Haustier.

Ostdeutsche Bundesländer bieten mehr haustierfreundliche Mietangebote

Im Osten Deutschlands sind die Vermieter:innen eher entspannter gegenüber Haustieren: Dort lassen Vermietende häufiger Spielraum für individuelle Absprachen und schließen Haustiere seltener grundsätzlich aus. In Sachsen-Anhalt sind Haustiere in fast jedem zweiten Angebot nach Vereinbarung möglich (55 Prozent), in Thüringen gilt das für 45 Prozent. Auch Sachsen mit 41 Prozent und Brandenburg mit 38 Prozent liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 

Ein ausdrückliches Ja zum Haustier bleibt selten. In den meisten Bundesländern liegt der Anteil entsprechender Inserate nur bei 5 bis 7 Prozent. Berlin sticht mit 22 Prozent heraus, Hamburg folgt mit 10 Prozent. Allerdings ist der Anteil an Angeboten mit Haustierhaltung nach Vereinbarung in den Stadtstaaten gering und viele Inserate lassen die Frage nach Haustieren ganz offen.

 

Tierfreundlich

Ja

Nach Vereinbarung

Nein

Keine Angabe

Sachsen-Anhalt

55 %

6 %

49 %

6 %

39 %

Thüringen

51 %

6 %

45 %

11 %

39 %

Sachsen

51 %

10 %

41 %

5 %

43 %

Bundesdurchschnitt

50 %

8 %

29 %

21 %

42 %

Brandenburg

49 %

11 %

38 %

9 %

42 %

Mecklenburg-Vorpommern

40 %

6 %

35 %

10 %

50 %

Berlin

38 %

15 %

22 %

11 %

52 %

Saarland

38 %

5 %

34 %

30 %

31 %

Nordrhein-Westfalen

37 %

7 %

30 %

21 %

41 %

Hessen

36 %

6 %

30 %

27 %

38 %

Rheinland-Pfalz

36 %

5 %

31 %

32 %

32 %

Niedersachsen

35 %

6 %

29 %

22 %

43 %

Schleswig-Holstein

34 %

7 %

27 %

16 %

50 %

Baden-Württemberg

31 %

6 %

25 %

35 %

34 %

Bremen

31 %

7 %

25 %

14 %

55 %

Bayern

30 %

6 %

24 %

31 %

39 %

Hamburg

25 %

15 %

10 %

9 %

67 %

Leipzig ist die haustierfreundlichste Metropole

Unter den acht größten deutschen Städten ist Leipzig der klare Positivfall für Mietsuchende mit Haustier. Fast die Hälfte aller Mietangebote ist dort haustierfreundlich, womit Leipzig deutlich vor allen anderen Metropolen liegt. Auf den nächsten Plätzen folgen Berlin mit 38 Prozent, Düsseldorf mit 34 Prozent und Frankfurt am Main mit 33 Prozent.

Am unteren Ende stehen Hamburg mit 25 Prozent, München mit 26 Prozent und Stuttgart mit 27 Prozent haustierfreundlichen Angeboten. Stuttgart fällt vor allem durch klare Ablehnungen auf. Dort schließen 33 Prozent der Angebote Haustiere ausdrücklich aus, mehr als in jeder anderen Metropole und fast fünfmal so häufig wie in Leipzig mit 7 Prozent.

 

Tierfreundlich

Ja

Nach Vereinbarung

Nein

Keine Angabe

Leipzig

47 %

18 %

29 %

7 %

45 %

Berlin

38 %

15 %

22 %

11 %

52 %

Düsseldorf

34 %

9 %

25 %

20 %

46 %

Frankfurt

33 %

6 %

26 %

20 %

47 %

Köln

29 %

15 %

14 %

14 %

57 %

Stuttgart

27 %

5 %

22 %

33 %

41 %

München

26 %

9 %

17 %

23 %

51 %

Hamburg

25 %

15 %

10 %

9 %

67 %

So gehen Mietsuchende mit Haustier am besten vor

Wer mit Haustier eine Wohnung sucht, sollte die Tierhaltung frühzeitig transparent ansprechen. Hilfreich sind konkrete Angaben zu Art, Größe, Alter und Verhalten des Tieres. Bei Hunden kann außerdem eine Tierhalterhaftpflichtversicherung Vertrauen schaffen. Auch eine kurze Referenz aus einem bisherigen Mietverhältnis kann helfen, Vorbehalte abzubauen.

Anzeigen ohne Angabe zur Haustierhaltung müssen nicht automatisch eine Absage bedeuten. Gerade dort kann sich eine Nachfrage lohnen. Wer direkt erklärt, um welches Tier es geht und wie die Haltung organisiert ist, gibt Vermietenden eine bessere Entscheidungsgrundlage.

Um direkt ein passendes Umfeld zu finden, kann auch die KI-Suche von ImmoScout24 helfen. Mietsuchende können ihre Wünsche in natürlicher Sprache formulieren und zum Beispiel ergänzen, dass die Wohnung in der Nähe eines Parks oder einer Grünfläche liegen soll. Eine passende Suche könnte lauten: „Mietwohnung in München, 40 Quadratmeter, mit Park oder Grünfläche in der Nähe.“

Methodik

Ausgewertet wurden Mietwohnungen, die im Januar 2026 bei ImmoScout24 inseriert wurden. Die Analyse unterscheidet zwischen Angeboten, bei denen Haustiere ausdrücklich erlaubt sind, Angeboten mit dem Vermerk „Haustiere nach Vereinbarung“, Angeboten mit „Nein, nicht erlaubt“ sowie Angeboten ohne Angabe zur Haustierhaltung. Als potenziell haustierfreundlich wurden Angebote zusammengefasst, bei denen Haustiere ausdrücklich erlaubt oder nach Vereinbarung möglich sind. Insgesamt wurden Daten aus 418 deutschen Städten und Landkreisen analysiert.

https://www.immobilienscout24.de/unternehmen/news-medien/news/default-title/mietsuchende-mit-haustier-haben-im-osten-bessere-chancen/
https://www.immobilienscout24.de/fileadmin/user_upload/Scout24_Logo_Stacked_Solid_w3000px_RGB_93.png
2026-08-19T08:00:00+02:00
ImmoScout24

Weitere Medieninfos

Einfamilienhäuser: Angebot und Nachfrage liegen regional oft weit auseinander
Immer mehr Häuser auf Sylt zum Verkauf
ImmoScout24 unterstützt private Vermieter:innen mit neuem Mietpreis-Check für faire Mieten